Marcel Proust, Ursula Voß (Hg.)

Der Flieder im Garten von Combray

Prousts Blumen
Cover: Der Flieder im Garten von Combray
Insel Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783458194187
Gebunden, 120 Seiten, 13,95 EUR

Klappentext

Wer an Marcel Prousts korkgetäfeltes Zimmer denkt oder an sein Asthmaleiden, mag erstaunt sein über den Reichtum an Blumen und Pflanzen in seinem Werk: der rosablühende Weißdorn und Flieder auf dem Weg nach Guermantes, Rosen im Atelier des Malers Elstir, Kornblumen, Apfelblüten, und Seerosen auf dem Flüsschen Vivonne. Auch wenn es um Erotisches und Sexuelles geht, spricht der "Botaniker der psychischen Welt" gerne durch die Blume: "Cattleya spielen" beispielsweise ist für Swann und Odette Chiffre des Liebesaktes. In diesem Band versammelt Ursula Voß die schönsten und vielsagendsten Passagen aus der Suche nach der verlorenen Zeit und ergänzt sie mit stimmungsvollen Blumengemälden der Zeit.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.03.2016

Proust und die Blumen - eine unendliche Geschichte, meint Tobias Schwartz: So sehr der französische Autor auf Blumen wegen seiner Asthmaerkrankung zwar auf Distanz ging, so sehr wimmelt es in der "Recherche" von idealisierenden Beschreibungen blühender Flora. Der vorliegende Band versammelt nun zahlreiche solcher Passagen aus Prousts Werk, ergänzt um ein kompetentes Geleitwort der Herausgeberin und zahlreiche Blumenporträts aus der Kunstgeschichte, wie der Rezensent erklärt. Das Schmökern darin scheint ihm gefallen zu haben: Prousts schwärmerische Zitate gewinnen für sich genommen "geradezu lyrischen Charakter". Entsprechend lade das Buch zur kontemplativen Versenkung in diesen rein "literarischen Garten" ein.