Der ehemalige Nachrichtenoffizier Marc Lindemann geht der Frage nach, unter welchen Umständen die Tötung eines Menschen von Staats wegen gerechtfertigt sein kann. In anderen Ländern, etwa den USA, werden Drohnen eingesetzt, um Menschen zu töten, ohne die eigenen Streitkräfte in Gefahr zu bringen. Diese Automatisierung des Krieges sorgt dafür, dass die Einsätze für Soldaten abstrakt werden: Ein Pilot sitzt in den USA am Bildschirm und steuert eine Drohne in Afghanistan.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2013
Seine sicherheitspolitische Urteilskraft schärft Wilfried von Bredow mit diesem Buch von Marc Lindemann. Was ihm zunächst wie eine Reduktion von Komplexität in Sachen völkerrechtlicher und moralischer Fragen erscheint, entpuppt sich als gelungene "Nacharbeit" etwa im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Nato. Was der Autor über das kriegsrelevante Völkerrecht schreibt und wie, nicht abstrakt, sondern erfahrungsbezogen und in praktischer Absicht, wie von Bredow anerkennend betont, eröffnet dem Rezensenten die Perspektive des handelnden Soldaten in kritischer Konfliktsituation. Eine anregende Art der Darstellung, findet Bredow, und eine lehrreiche dazu.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…