Der Ex-Fallschirmjäger Achim Wohlgethan ist als Mitarbeiter im Außendienst für den Deutschen Bundeswehrverband nahezu täglich in halb Deutschland an Liegenschaften der Bundeswehr im Einsatz. Er kennt die Sorgen und Nöte der Soldatinnen und Soldaten, die Probleme, Mängel, verkrusteten Strukturen und politischen Fehler aus erster Hand. Seine Analyse zeigt, was in der Truppe und den einzelnen Einsatzbereichen, der Führungskultur und beim Commitment der Politik im Argen liegt und warum wir uns mit dieser Bundeswehr nicht sicher und gut verteidigt fühlen können. 100 Milliarden sind ein Tropfen auf den heißen Stein - zumal die Herausforderungen der neuen Bedrohungslage sowie die internationalen Aufgaben innerhalb der NATO die Bundeswehr künftig immer stärker fordern werden. Achim Wohlgethan beschreibt das Versagen der Politik und bei der Nachwuchsgewinnung sowie den katastrophalen Umgang mit Veteranen. Er berechnet die wahren Kosten für eine einsatzfähige Bundeswehr und gibt der Politik eine konstruktive To-do-Liste an die Hand.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.07.2023
Dass sich die Bundeswehr in keinem guten Zustand befindet, weiß mittlerweile jeder in Deutschland, konstatiert Rezensent Peter Carstens. Autor Wohlgethan, früherer Fallschirmjäger und heutiger Mitarbeiter in einer gewerkschaftsähnlichen Organisation der Bundeswehr, erzählt Carstens also nichts Neues, wenn er die mannigfaltigen Mängel in der Ausrüstung oder die ausufernde Bürokratie im Beschaffungswesen schildert. Dem Rezensenten kommt es vor, als habe er das alles schon in Wohlgethan vorherigem Buch über die Bundeswehr gelesen. Außerdem übt Wohlgetan viel Kritik an der zivilen Verwaltung der Bundeswehr, meint der Kritiker, und fordert die Bundeswehr nur von Soldaten organisieren zu lassen, was der Rezensent für keine gute besonders gute Idee hält.
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