Aus dem Amerikanischen von Kurt Neff. Auf der ganzen Welt gerät das ausgewogene Zahlenverhältnis zwischen den Geschlechtern aus der Balance. Es gibt zu viele Jungen und zu wenig Mädchen. Das gilt für China, wo die Differenz mit 163 Millionen fehlenden Frauen bereits der Gesamtanzahl der weiblichen Bevölkerung der USA entspricht, es gilt für Indien, aber inzwischen auch für weitere Länder in Osteuropa, Afrika und Lateinamerika. Anders als bisher angenommen verschwindet das Phänomen nicht mit steigendem Wohlstand und wachsender Bildung. Der Frauenmangel führt zu steigender Gewalt gegenüber Frauen, Zwangsverheiratungen und grenzüberschreitendem Frauenhandel.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2013
Das Thema findet Eva Berendsen so düster wie wichtig. Die Wissenschaftsjournalistin Mara Hvistendahl reist um die Welt, um dem Frauenschwund auf die Spur zu kommen, und berichtet über die Abtreibungspraxis in China, Indien und Teilen Osteuropas, wo ein Mädchen als Nachwuchs nichts gilt. Berendsen ist schockiert über das, was sie liest. Ein bisschen schockieren sie allerdings auch die mangelhaften Übersetzungen im Buch und das Gehetzte der Autorin von einem Ort zum nächsten, immer auf der Suche nach neuen Belegen für ihre These. Ein besser strukturiertes Buch hätte dem Thema gutgetan, meint die Rezensentin.
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