Manfred Sapper (Hg.), Volker Weichsel (Hg.)

Gegen die Wand. Konservative Revolution in Polen

Osteuropa Heft 1-2/2016
Cover: Gegen die Wand. Konservative Revolution in Polen
Berliner Wissenschaftsverlag (BWV), Berlin 2016
ISBN 9783830536536
Broschiert, 254 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Der Band "Gegen die Wand. Konservative Revolution in Polen" beleuchtet die autoritäre Wende in Polen seit den Wahlen im Jahr 2015. 20 Autoren aus Polen und Deutschland analysieren die politischen und sozialstrukturellen Ursachen des Wahlsieges der Nationalkonservativen, nehmen den Konflikt um das Verfassungsgericht und das Rechtsverständnis der PiS unter die Lupe und betrachten die Auseinandersetzung um den öffentlichen Rundfunk im Lichte der langfristigen Entwicklung des polnischen Mediensystems. Ein vergleichender Beitrag arbeitet Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen Ideologie und Politik der PiS und dem Programm der Partei des ungarischen Regierungschefs Viktor Orbán heraus. Hinzu kommen Analysen zu Sprache und Weltbild der PiS, zu den Auseinandersetzungen um die Kultur- und Geschichtspolitik sowie zu Polens neuer Europapolitik und den Möglichkeiten der EU. Zehn Karten demonstrieren die regionale Verteilung der Parteipräferenzen und setzen sie in Beziehung zum Stadt-Landgegensatz, zur Verteilung der Löhne und Gehälter sowie zur Regionalstruktur der Arbeitslosigkeit.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.05.2016

Prädikat "sehr lesenswert" und brandaktuell, meint Florian Hassel zu dem von Manfred Sapper und Volker Weichsel herausgegebenen Band mit Beiträgen zum Nachbarn Polen. Hassel erfährt Wissenswertes und Neues über den Populismus Jarosław Kaczyńskis, zur gesellschaftlichen Spaltung, Weltbild, Sprache und Feindbilder der PiS oder, in einem Text von Katarina Bader und Tomasz Zapart, über die Instrumentalisierung der Medien durch Polens Regierende. Jede Menge Hintergrundinfos runden den Band laut Hassel ab zu einem Kompendium, das keine Wünsche offenlässt, abgesehen vielleicht von einigen Daten zu Polens Wirtschaft und seinem Modernisierungs- und Innovationsschub, meint der Rezensent.
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