Herausgegeben von Wolfgang Aschauer, Ralf Thomas Göllner und Zsolt K. Lengyel. Dieser Tagungsband, der ab sofort bei Pustet
erscheinenden Reihe Studia Hungarica, befasst sich
mit ausgewählten Problemen der deutschen und ungarischen
Zeit- sowie bilateralen Beziehungsgeschichte.
Im Fokus stehen die Flüchtlings- und Migrantenproblematik,
die Vergangenheitsbewältigung, die
Kin-State-Politik und die gegenseitige journalistische
Beurteilung in den beiden Staaten. Die Diskussion
politischer Publizisten über die Rolle der Medien bei
der gegenseitigen Wahrnehmung Deutschlands
und Ungarns rundet den Band ab, der auf eine internationale
Tagung des Ungarischen Instituts im November
2016 zurückgeht. Die BeiträgerInnen kommen aus
Politik-, Geschichts-, Rechts- oder Sprachwissenschaft
bzw. sind in der politischen Berichterstattung über
Ungarn an verschiedenen europäischen Standorten
tätig. Ihren deutschsprachigen Beiträgen sind
Zusammenfassungen auf Englisch angefügt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2018
Stephan Löwenstein erkennt in dem Tagungsband von Zsolt K. Lengyel, Ralf Thomas Göllner und Wolfgang Aschauer einen sehr kritischen Blick auf Ungarn. Lesenswert findet er die Texte zur Langzeitpolitik Deutschlands und Ungarns gegenüber ihren Minderheiten im europäischen Ausland. Zentral scheinen ihm die Beiträge zum Medienbild der Länder im jeweils anderen Land. Die mit abgedruckte Podiumsdiskussion zwischen Georg Paul Hefty, Karin Rogalska u.a. besticht für ihn durch einen erkenntnissuchenden Ansatz.
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