Der riesige Löwe wird das Kind fressen! Jetzt gleich! Maximale Dramatik auf zwei Bilderbuchseiten. Doch dann nimmt das Geschehen eine unerwartete Wendung und eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt. Eine Geschichte wie Kinder sie lieben: spannend, fröhlich, versöhnlich. Erzählt in eindrucksvollen Bildern, die jedes Wort überflüssig machen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.01.2011
Von bezwingender Einfachheit ist - auf den ersten Blick jedenfalls - die Konstellation dieses Bilderbuchs. Auf der einen Seite ein Kind, das winzig erscheint, auf der anderen ein um so gewaltiger aussehender Löwe. Sie begegnen einander, das Kind tut das einzige, was es kann: es starrt den Löwen an und überlebt. Damit ist die Konfrontation zwar beendet, was mit den Kontrahenten geschieht, spinnt das Buch dennoch weiter. Hingerissen ist Tilman Spreckelsen von der Simplizität auch deshalb, weil sich bei näherem Betrachten doch spannende Nuancen ergeben. Je genauer man hinschaut, desto deutlicher werde das Können der Verfasserin: Die Seitenaufteilung wie der Umgang mit Farbe findet er außerordentlich virtuos, hintergründig würden so existenzielle Fragen des Zusammenlebens in den Blick gerückt.
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