Der Versuch einer Grundlegung bietet Zusammenschau und Orientierung zum Wissen über die Interaktionen zwischen Mensch und Natur. Ist ein gutes Leben in Gerechtigkeit denkbar, nicht nur in den reichen Ländern, sondern auf der ganzen Erde, nicht nur für jetzt lebende, sondern auch für kommende Generationen, nicht nur für Menschen, sondern für alle Lebewesen? Im Lichte dieser Frage erfordert die Umweltkrise der Gegenwart ein grundsätzliches Nachdenken über den Menschen und die Natur als Grundlage seines Lebens. Insbesondere ist die Produktivität der Natur als Voraussetzung für alles menschliche Wirtschaften ins Blickfeld zu nehmen. Umweltprobleme werden in den Fachsprachen sowohl der Natur- als auch der Geisteswissenschaften oft einseitig und reduktionistisch behandelt. Dieses Buch ist der Versuch einer Grundlegung, Zusammenschau und Orientierung des Wissens über die Interaktionen zwischen Mensch und Natur.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.11.2003
Als solide, aber nicht übermäßig originell wertet der "cei" zeichnende Rezensent dieses Buch über Grundlagen der Umweltbildung. Wie der Rezensent berichtet, untersuchen die Autoren unterschiedliche Formen menschlichen Wissens, das Streben nach Selbstentfaltung, Erneuerung sowie die Bezogenheit der Lebewesen auf andere. Ihrer Meinung nach wird das Handeln nicht nur vom individuellen Eigeninteresse, sondern auch von unserem Interesse an Gesellschaft und Umwelt getrieben. Der Rezensent lobt das Buch als "flüssig geschrieben" und "klug und behutsam" argumentierend. Allerdings fehlt ihm ein wenig das "Überraschende und Originelle". So hat er manches, etwa die Suche nach den etymologischen Wurzeln der Begriffe "Ökologie" und "Ökonomie", schon irgendwo anders gelesen. Auch die Kritik an der philosophischen Basis des heutigen Wirtschaftens kommt ihm bekannt vor: aus Fritjof Capras "Wendezeit" von 1982. Gegenüber dem polemischen Grundton von Capras Werk üben sich die Autoren des vorliegenden Bandes freilich in Sachlichkeit.
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