Herausgegeben von Dieter Hoffman, Staffan Müller-Wille und Hubert Laitko. Das Lexikon der bedeutenden Naturwissenschaftler porträtiert in drei Bänden mit je 450 Seiten über 1500 bedeutende Mathematiker, Naturwissenschaftler und Techniker von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Die von über 200 Autoren verfassten Biografien enthalten neben den Lebensdaten vor allem zusammenfassende Würdigungen ihrer wissenschaftlichen Leistungen im Kontext ihrer Zeit. Die Palette der Essays, in denen herausragende Forscher besonders ausführlich dargestellt werden, reicht von Aristoteles über Charles Darwin bis Albert Einstein, von Leonardo da Vinci über Robert Oppenheimer bis Fritz Haber. Abbildungen sowie Hinweise auf wichtige Originalarbeiten und biographische Literatur runden die einzelnen Beiträge ab. Ein ausführliches Personen- und Sachwortregister erlaubt es dem Leser, den reichen Informationsgehalt des Lexikons vielfältig zu nutzen.
Mit dem Titel, oder besser gesagt mit der Bezeichnung "bedeutend" hat der Rezensent Wolfgang Müller so seine Probleme ("wer und was gilt als bedeutend?"), doch da sind die Herausgeber ganz seiner Meinung und verweisen auf den Verlag. Was bleibt, so Müller, ist die zweite Lieferung eines freudespendenden Lexikons, in dem die Herausgeber sowie etwa zweihundert Autoren versuchen, einen Bogen von der Antike zur Gegenwart zu schlagen. Lobend erwähnt Müller, dass "die Entdeckungen im Kontext ihrer kulturellen und historischen Epoche gesetzt werden", dass "die private Motivation der Forscher dabei Erwähnung findet", dass "Zusammenhänge mit vorgehenden Wissenschaftstraditionen" auf anschauliche Art und Weise aufgezeigt werden, und dass auch die "Folgewirkungen" Beachtung finden. Erfreulicherweise, so Müller, hat die arabische Wissenschaftstradition in den Band Einzug erhalten. Schade nur, dass die chinesische Wissenschaft außen vor bleibe. Insgesamt biete der Band "viel Anregendes und Unbekanntes" und sei damit "nicht nur für Spezialisten", sondern auch "für den Dilettanten und Autodidakten" empfehlenswert. Und eins ist sicher: Der Rezensent wartet jetzt schon gespannt auf den (für September 2004 geplanten) dritten Band.
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