Ernst Peter Fischer

Brücken zum Kosmos

Wolfgang Pauli - Denkstoffe und Nachtträume zwischen Kernphysik und Weltharmonie
Cover: Brücken zum Kosmos
Libelle Verlag, Konstanz 2004
ISBN 9783909081448
Gebunden, 219 Seiten, 18,80 EUR

Klappentext

Die faszinierende Geschichte einer Begegnung von Physik und Psychologie, veranschaulicht an der Lebensgeschichte eines genialen Denkers: Wolfgang Pauli, geboren 1900 in Wien, hat als 20-Jähriger einen mehrhundertseitigen Handbuchartikel über die damals brandneue, von nur wenigen verstandene Relativitätstheorie Albert Einsteins geschrieben. Rasch war er Gesprächspartner von Bohr, Heisenberg, Delbrück und anderen Forschern. Als Pauli 1945, nach epochalen Entdeckungen zur Kernphysik, den Nobelpreis erhielt, nannte ihn Einstein seinen geistigen Sohn und hätte ihn gern als Nachfolger in Princeton behalten. Aber Pauli fühlte sich als Europäer und ging nach seiner Gastprofessur in den USA nach Zürich zurück, wo er 1958 starb.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.11.2004

Für die Entwicklung und das Selbstverständnis der Physik als (Natur)Wissenschaft war die Entdeckung der Quantentheorie in den 20er Jahren das wohl wichtigste Ereignis, erklärt Jürgen Busche einleitend. Im Zentrum dieser Entwicklung standen Werner Heisenberg und Wolfgang Pauli, der schon mit 21 Jahren einen Aufsatz über die Relativitätstheorie vorlegte, die Einsteins Anerkennung fand, so Busche. Ernst Peter Fischer hat nun - "auf sympathische Weise", meint Busche, was auch immer das heißen mag - eine Monografie geschrieben, die diesen ungewöhnlichen Physiker mit seinem Leben und Denken vorstellt. Denn Pauli vollzog seines Erachtens "den größten Brückenschlag" zwischen physikalischen Erkenntnissen und philosophischen Grübeleien. Pauli zeigte sich nämlich offen, erläutert Busche, für die grundsätzliche Idee, dass es andere Wirkungsmächte der Natur gebe als die der Naturwissenschaften. Er interessierte sich für Alchemie und vor allem für C.G. Jungs Lehre der Archetypen, die er zu einer "Hintergrundphysik" ausformulierte. Busche erzählt vom sogenannten Pauli-Effekt, der dem Physiker mitunter das Leben schwer machte, weil dem Wissenschaftler der Ruf voraus eilte, wo immer er sich aufhalte, ginge etwas schief. Dennoch war Pauli weit davon entfernt, erklärt Busche energisch, auf esoterischen Mumpitz reinzufallen.

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