Claus Pias (Hg.)

Cybernetics - Kybernetic. The Macy-Conferences 1946 - 1953

Band 2: Documents / Dokumente
Cover: Cybernetics - Kybernetic. The Macy-Conferences 1946 - 1953
Diaphanes Verlag, Zürich 2004
ISBN 9783935300360
Paperback, 512 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Mit 36 Abbildungen. Zwischen 1946 und 1951 wurden unter dem Titel Cybernetics. Circular Causal and Feedback Mechanisms in Biological and Social Systems zehn Konferenzen unter der Schirmherrschaft der Josiah Macy, Jr. Foundation veranstaltet. Auf den neuen begrifflichen Grundlagen von 'Information', 'Feedback' und 'analog/digital' suchten sie eine universelle Theorie der Regulation, Steuerung und Kontrolle zu entwickeln, die in den folgenden Jahrzehnten in Biologie, Neurologie, Sprach- und Computerwissenschaften, aber auch in Psychoanalyse, Ökologie, Politik und Ökonomie aussschwärmen sollte. Nach der vollständigen Neuausgabe der Konferenzen macht Band II der Ausgabe, neben einführenden Essays und Beiträgen zur Geschichte der Kybernetik, erstmals über 80 Briefe und Dokumente zur Organisation der Macy-Konferenzen sowie weitere grundlegende Texte zugänglich.
Mit Beiträgen von Heinz von Foerster, Dirk Baecker, Joseph Vogl, Wolfgang Pircher, Lily E. Kay, Erhard Schüttpelz, Wolfgang Hagen, Erich Hörl, Jerome Segal, Herbert Hrachovec, Wolfgang Coy, Annette Bitsch, Henning Schmidgen, Ute Holl und Claus Pias sowie von Norbert Wiener und Warren McCulloch.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 25.04.2005

Peter Bexte spricht eine Empfehlung aus. Wer wissen will, was es mit der Kybernetik auf sich hat, wie sich deren Boom von den 50ern bis in die 70er Jahre hinein erklärt und ihre Nachhaltigkeit (Begriffe wie "Feedback", die heute zur Alltagssprache gehören, oder Niklas Luhmanns Systemtheorie), der möge doch die Bände "Cybernetics - Kybernetik" über die berühmten Macy-Konferenzen von 1946-1953 lesen. Die Kybernetik, so Bextes Erklärung für den Erfolg dieser Inter-Disziplin, an der unter anderem Mathematiker, Anthropologen, Psychiater und Philosophen beteiligt sind, "antwortete auf einen Modernisierungsschub". Dessen Essenz war im Wesentlichen die Erkenntnis: Alles ist Information. Und Kybernetik war also die "Theorie für alles". Die beiden Bände versammeln die Protokolle der insgesamt zehn Sitzungen, seinerzeit herausgegeben von Heinz von Foerster, damit er Englisch lerne, jetzt neu ediert von Claus Pias. Vieles vom spirit jener Konferenzen wird auf diesen Blättern eingefangen, so der Rezensent begeistert, die Verwirrungen (Digital? Analog? Was ist noch mal was?), das langsame Herantasten an eine neue Denkweise - kurz, ein Blick "in die Kinderstube der Informationsgesellschaft". Dazu Bildmaterial und bibliografische Angaben. Der zweite Band liefert ergänzende Essays und Dokumente "aus dem organisatorischen Umkreis" der Konferenzen.

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