Dieter Hattrup, ein Schüler Carl Friedrich von Weizsäckers, stellt in seinem Buch die Theorien Einsteins, Bohrs, Cantors, Darwins, Hawkings, Lorenz', Monods, Weizsäckers und anderer auf den Prüfstand der Geschichte. Dabei wird deutlich: Nicht alle Wirklichkeit ist Natur. Einsteins Weltbild ist zerbrochen, es hat nur kaum jemand bemerkt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.04.2001
Zwar begrüßt Mathias Krause grundsätzlich den Versuch Hattrups, den "Dialog der Theologie mit der Wissenschaft zu suchen". Doch insgesamt kann sich der Rezensent mit den hier vorgestellten Thesen kaum anfreunden. So bemängelt er den "altväterlichen Unterton" Hattrups, der dadurch entstehe, dass der Autor die Grenzen der Wissenschaft "fast wie einen Gottesbeweis formuliert". Nach Krause übersieht der Autor darüber hinaus, dass es bei seiner Gegenüberstellung der "Leitbilder" von Mönch und Naturwissenschaftler noch einen weiteren Menschentyp im 20. Jahrhundert gibt, nämlich den, der sich weder in "wissenschaftlichen noch in der religiösen Ordnung" ansiedelt. Nicht zuletzt bedauert der Rezensent, dass der Autor sich bei der Diskussion Albert Einsteins und Niels Bohrs um die Quantentheorie auf biografische Aspekte konzentriert und die philosophischen Aspekte bezüglich der Kausalität innerhalb der Quantenphysik weniger beleuchtet. Dies wäre nach Ansicht Kruses jedoch für die Darstellung der Problematik unabdingbar gewesen.
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