Aus dem Englischen von Klaus Weimann. "Ich, Juan de Pareja, wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Sklave geboren. In welchem Jahr genau, weiß ich nicht. Meine Mutter hieß Zulema und war eine sehr schöne schwarze Frau, und obwohl sie mir nie verraten hat, wer mein Vater war, vermute ich, dass er Aufseher über eines der Lagerhäuser unseres Herrn war, ein weißer Spanier, der es sich nicht leisten konnte, meine Mutter zu kaufen. Aber ich weiß, dass er ihr einen goldenen Armreif und goldene Ringe als Ohrschmuck schenkte." Juan de Pareja ist eine historische Figur. Seine erste Herrin behandelte ihn gut, lehrte ihn sogar das Lesen und Schreiben. Nachdem sie gestorben war, wurde Juan nach Madrid geschickt, als Sklave des großen spanischen Malers Velazquez. Ihm ging er fortan und zeitlebens im Atelier zur Hand.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.03.2001
"Schade" lautet das abschließende Urteil Christian Demands über diesen Jugendroman, dessen Hauptfigur der Sklave Juan de Pareja ist, eine historisch belegte Gestalt, die Velázques diente, bis dieser ihm die Freiheit schenkte. Auch wenn der Rezensent die "routinierte und lebendige" Erzählweise der kanadischen Autorin lobt, zeigt er sich doch schon bald enttäuscht von der Schwarz-Weiß-Malerei der Geschichte, in der die Figuren streng nach gut und böse getrennt sind. Zudem verliere sie im Lauf des Buches die historische Figur "völlig aus dem Blick" und die Zeit, in der der Roman spiele, werde so vage geschildert, dass sie geradezu austauschbar erscheint, so der Rezensent tadelnd. Was übrig bleibt, meint Demand, ist "eine Art Hanni und Nanni für die gebildeten Stände", und das findet er ziemlich enttäuschend.
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