Klaus Ungerer

Alles über die Welt

Roman
Cover: Alles über die Welt
Karl Blessing Verlag, München 2008
ISBN 9783896673862
Gebunden, 270 Seiten, 18,95 EUR

Klappentext

Einhunderteinundfünfzig Schauplätze, Geschichten und Schicksale, die die Welt kaum spürbar und doch entscheidend verändert haben. Der weit gereiste Erzähler präsentiert sich und die Welt in einem Bericht voller unvergesslicher Kürzestromane, Portraits und Bilder, aus denen sich ein eigenwilliger, komischer und bestürzender Blick auf die Menschheit ergibt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2008

Ein kindliches Vergnügen - hatte zumindest der Autor, wie es aussieht. Für Martin Halter ist die Lektüre indes nicht nur Zuckerschlecken. Zwar kann er die Glossentauglichkeit, den Sprachwitz Klaus Ungerers und seine kühne Bricolage aus Indianerlegenden, fröhlicher Wissenschaft und Reisefeuilleton gar nicht hoch genug loben. Mitunter allerdings geht ihm die Chose zu weit, gerät der Text (Roman trifft es nicht ganz, meint Halter) zu höherem Schwachsinn und läppischem Geblödel oder Flunkerei. Wie gutmütig aber ist der Rezensent am Feiertag! Noch an absolut sinnfreier Sprachmelodie will er sich ergötzen. Das ist, erklärt er milde, doch ungemein entspannend.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2008

Rezensent Alexander Kissler entdeckt hinter der ironischen Fassade, mit der Klaus Ungerers Debüt "Alles über die Welt" - und das heißt hier Katastrophen, Todesfälle und andere Unglücke - in 151 kurzen Episoden zusammenstellt, einen "hochmoralischen Zweck", der ihn nach anfänglichem Zögern auch motiviert weiterzulesen. Jene moralische Absicht liegt laut Rezensent in dem Bemühen, alldem ein "melancholisch-heiteres" Denkmal zu setzen, was "unbetrauert verschied" aus der Welt. Denn durch eben diese Haltung würden auch die rhetorischen Eskapaden des Erzählers, seine onomatopoetischen Anwandlungen und bemühte Verwendung von Floskeln erträglich, meint der Rezensent. Ein Roman, befindet Kissler knapp, ist diese alphabetisch geordnete, imaginierte Reise an die Schauplätze der großen Katastrophen allerdings nicht.

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