Bettina Balaka

Kassiopeia

Roman
Cover: Kassiopeia
Haymon Verlag, Innsbruck 2012
ISBN 9783852186931
Gebunden, 343 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Judit Kalman und Markus Bachgraben sind ein Traumpaar - zumindest wenn es nach ihr geht. Mit ihm, dem jungen Erfolgsautor, will sie noch einmal ganz von vorne beginnen. Gefolgt von ihrer Freundin Erika, die endlich Judits neuen Freund kennenlernen will, reist sie zu Bachgraben nach Venedig, wo er an seinem neuen Roman arbeitet. Das Paar verbringt einen romantischen Abend, der ein unerwartetes Ende findet - und nicht nur Judit muss sich die Frage stellen: Welches Spiel wird hier gespielt - und wer bestimmt seine Regeln? In ihrem neuen Roman erzählt Bettina Balàka von der Tragikomödie zwischenmenschlicher Beziehungen, vom Wunsch, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, und vom langen Schatten der Familiengeschichte, dem man nicht so leicht entkommt..

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.2012

Alltagsware ohne bleibende Wirkung, so lautet das vernichtende Urteil der Rezensentin über den Roman von Bettina Balaka. Eine Inhaltsangabe des Prachtschinkens sparen wir uns hier, das alles ist zu sehr Kolportage vermischt mit Softporn-Kitsch. Oder haben wir Sabine Doering da falsch verstanden? Einen gehobenen Unterhaltungsroman, schreibt sie jedenfalls, bekommt Balaka nicht hin, geschweige denn eine fesselnde Geschichte. Zu wenig könne sich die Autorin entscheiden, wie sie zu ihren Figuren stehe und welches Genre sie eigentlich bedienen wolle. Dabei sollte Honig auf Bettlaken in venezianischen Hotelzimmern, verschüttet von liebestollen Gondolieri als Entscheidungshilfe, doch reichen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.05.2012

Den jüngsten Roman von Bettina Balaka hat Judith Leister in vollen Zügen genossen und sich von seiner gewagten Konstruktion, seinem ironischen Grundton und seinem bunten Personal bestens unterhalten lassen. Im Mittelpunkt steht die Tochter eines Wirtschaftswundermagnaten, die es auf der Jagd nach dem Schriftsteller Markus Bachgraben bis nach Venedig treibt, wie man der Zusammenfassung der Rezensentin entnehmen kann. Es ringt Leister Bewunderung ab, wie leichthändig Balaka ihre Erzählfäden, die vielen Themen von Diätenwahn bis Geistererscheinung und ihr großes Figurenarsenal zusammenhält. Wenn sich im Verlauf des Romans nicht nur Gewissheiten über den Geliebten, den früheren Ehemann und den Verflossenen, sondern im überraschenden Ende, was uns Leister in Aussicht stellt, auch über die Herkunft der Hauptfigur auflösen, so ist das Lesevergnügen für die Rezensentin perfekt.
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