Waldesreuth, ein kleiner niederbayerischer Kurort, ist das geheime Zentrum des Universums. Zumindest kommt es uns so vor, wenn wir Kristina Schilkes Erzählungen gelesen haben.
Es sind Geschichten von Versehrten und Mutigen, von Spinnern und Träumern, hier verlieben sich die Hunde in Schuhputzmaschinen, die Elefanten treffen sich im Wald und ein Torjubel kann einfach alles verändern - in diesen Geschichten spiegelt sich die ganze Welt in ihrer Schönheit und Widersprüchlichkeit, sie sind wahr.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.06.2016
Oliver Jungen hofft bei der nicht mehr jugendlichen Autorin auf eine gesteigerte Lebens- und eine entsprechende Leseerfahrung und wird enttäuscht. Kristina Schilke kann in ihren um Bewohner der bayrischen Provinz kreisenden Erzählungen zwar Verlustbilanzen glaubhaft aufstellen, über Krankheit und Depression berichten und das selbstbewusster und vielperspektivischer und mit weniger Aufwand als es übliche Befindlichkeitsprosa macht, versichert der Kritiker. Doch am Ende kommt sie über die Plauderei nicht hinaus, bleibt die Sprache in den Texten banal und prätentiös, der Stil blutarm, die Figuren ohne glaubhafte Tiefe, wie der Rezensent deutlich ernüchtert erklärt.
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