Knappe Ressourcen, globale Ungerechtigkeit, Öko-Kollaps: Was haben Phosphor, Stickstoff und Kalium damit zu tun? Unsere Existenz hängt am Kreislauf der Elemente. Stickstoff, Phosphor und Kalium sind drei der wichtigsten. Doch wir haben ihre Ströme gestört und gefährden so die globalen Lebensgrundlagen. Was hat es mit diesen Stoffen auf sich, über die wir so wenig wissen? Auf der Suche nach Antworten folgt die Biologin Kerstin Hoppenhaus den Elementen - um die Welt und durch die Zeit, von der einzelnen Zelle bis zum Ökosystem, vom überdüngten Acker bis in die Politik. Sie zeigt: Die Geschichte der drei Elemente ist zugleich eine von industriellem Fortschritt und ökologischer Kurzsichtigkeit, von Kolonialismus und weltweiten Vernetzungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2024
Rezensent Urs Hafner sieht in Kerstin Hoppenhaus' Buch eine anspruchsvolle, wenn auch streckenweise überfrachtete Auseinandersetzung mit biogeochemischen Zusammenhängen und globalen Umweltproblemen. Hoppenhaus, lesen wir, verbindet Reportagen, Theorie und historische Exkurse, um auf die weitreichenden Folgen des Einsatzes von Kunstdüngern hinzuweisen, die Umwelt und Gesellschaft gleichermaßen belasten. Hafner hebt hervor, dass viele von Hoppenhaus' Befunden, etwa zur Anreicherung der Meere durch zum Beispiel Phosphor oder den schädlichen Effekten von übermäßigem Düngereinsatz, nicht neu seien. Dennoch würdigt der Kritiker den systemischen Ansatz des Buches, das etwa die "planetaren Grenzen" und den "vitalen Materialismus" einbezieht. Hafner erkennt die Relevanz von Hoppenhaus' Themen an, bleibt jedoch skeptisch gegenüber manchen Lösungsvorschlägen, etwa juristische Rechte für natürliche Entitäten. Insgesamt hält er das Buch für ein wichtiges Werk, das die dringenden Probleme unserer Zeit angemessen beleuchtet.
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