Monika Mann, Tochter von Thomas Mann, stand immer im Schatten ihrer schillernden Geschwister und galt als fauler, untalentierter Sonderling, traumatisiert von einem schweren Schiffsunglück im Zweiten Weltkrieg. Haltlos irrte sie durch ihr Leben, bis sie in den 50ern den Sehnsuchtsort Capri für sich entdeckte - dort erfuhr sie in der innigen Beziehung zu Antonio Spadaro, Sohn einer Fischerfamilie, die Geborgenheit, die ihr die Familie zeitlebens verwehrte. Gestützt auf bislang unveröffentlichte Briefe, erzählt Kerstin Holzer erstmals von Monika Manns wohl glücklichsten Jahren, von der Selbstfindung einer Missachteten, ihrer Anerkennung als Feuilletonistin, vom großen Mutter-Tochter-Drama und der heilenden Kraft der Liebe.
Rezensent Tilman Krause freut sich, dass mit Kerstin Holzers Buch nun endlich eine einfühlsame Biografie über die immer etwas im Schatten ihrer Geschwister stehende Monika Mann vorliegt. Holzer nähert sich der Benachteiligung ihrer Protagonistin im Hause Thomas Mann sowie Monika Manns eigenen spezifischen Stärken und ihrem späten Lebensglück auf Capri mit Feingefühl und analytischer Genauigkeit, lobt Krause.
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