Katja Eichinger

BE

Die Biografie
Cover: BE
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2012
ISBN 9783455502534
Gebunden, 576 Seiten, 24,99 EUR

Klappentext

Zwei Monate nach dem Tod Bernd Eichingers im Januar 2011 begann Katja Eichinger, das Leben ihres Mannes aufzuschreiben: eine schwierige Kindheit im Internat, die Filmhochschule in München, Erfolge in Deutschland, seine vielen Affären, die Dramen, die sich am Filmset abspielten, die nie enden wollenden finanziellen Probleme, seine Verzweiflung und Einsamkeit in Hollywood und schließlich die Rückkehr nach München. Sie erzählt von seinen großen Erfolgen, von Filmen wie "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", "Der Name der Rose", "Der Untergang", "Das Parfum", "Der Baader Meinhof Komplex", von seiner Unbedingtheit und Kompromisslosigkeit und von dem großen Glück, das sie miteinander fanden.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.09.2012

Das Buch, das Katja Eichinger über ihren verstorbenen Mann, den erfolgreichen Filmproduzenten Bernd Eichinger, verfasst hat, ist keine Biografie im strengen Sinne, sondern "ein Mosaik der Geschichten, Kleinigkeiten, beiläufigen Beobachtungen und Momentaufnahmen", stellt Andrea Hanna Hünniger fest, zusammengesetzt aus Gesprächen, Schilderungen von Freunden und Interviews. Die Rezensentin kann dieser multiperspektivischen Herangehensweise viel abgewinnen, Bernd Eichinger werde so weder verklärend auf ein Podest gestellt, noch durch Klatschgeschichten voyeuristisch ausgebeutet. Der Autorin gelinge es, eine "Perspektive der liebevoll bewundernden Distanz" aufrechtzuerhalten und doch tiefe Einblicke zu gewähren, die zum Verständnis einer der bedeutendsten Figuren des deutschen Nachkriegskinos erhellend beitragen, so die begeisterte Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.09.2012

Reiches Leben, schwaches Werk, meint Peter Körte, womit er das filmische Werk von Bernd Eichinger und nicht das vorliegende Buch meint. Katja Eichinger bezieht in ihre Biografie ihres verstorbenen Mannes Interviews mit Weggefährten, Briefe und Anekdoten ein, die laut Körte auch die dunkle, depressive Seite des erfolgreichen Filmproduzenten aufschlussreich ausleuchten. Warum sich dieser spannenden Vita zu Lebzeiten Eichingers niemand angenommen hat, kann Körte nicht verstehen. Vorteile hat das aber auch. So schreibt Katja Eichinger nicht nur mit journalistischer Feder und natürlich distanzlos. Abgesehen von einigen Schwächen im Schreibstil, meint Körte, hat sie auch Stil und Takt - und zwar in Sachen Privatsphäre. So offenbart sich dem Rezensenten in dieser Biografie das wilde und erfüllte Leben eines Produzenten, mit dem "letztlich kein einziger der von ihm produzierten Filme mithalten" kann.

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