Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau

Anti-Israel

Eine Projüdische Satire aus dem Jahre 1818. Nebst den antijüdischen Traktaten Friedrich Rühs' und Jakob Friedrich Fries' (1816)
Cover: Anti-Israel
Manutius Verlag, Heidelberg 2004
ISBN 9783934877313
Gebunden, 265 Seiten, 44,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Johann Anselm Steiger. "Anti-Israel" aus der Feder des Publizisten, Politikers und Schriftstellers Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau (1767-1849) ist eine projüdische Satire. In ihr greift Bentzel die Argumente und Forderungen der literarischen Judenhetze auf, die nach dem Wiener Kongress Platz gegriffen hat, und führt diese durch ironische Überspitzung ad absurdum. An mehreren Stellen in "Anti-Israel" nimmt Bentzel mit beißender Schärfe Bezug auf die antijüdischen Traktate von Friedrich Rühs und Jakob Friedrich Fries. Um die Situation, in die Bentzel hineinspricht, transparent werden zu lassen, werden im vorliegenden Band auch die einschlägigen Texte von Rühs und Fries abgedruckt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.07.2004

Durchaus interessant scheint Ulrich Kronauer dieser vierte Band aus der Reihe "Exempla philosemitica", in der der Herausgeber Johann Anselm Steiger "schwer greifbare historische Zeugnisse der Verständigung von Juden und Christen in der Neuzeit" wieder zugänglich machen möchte. Zwar enthält der Band zwei antijüdische Traktate von Friedrich Christian Rühs, der 1816 den Juden den Anspruch auf das deutsche Bürgerrecht absprach, sofern sie sich nicht bereit fänden, zum Christentum überzutreten, sowie von Jakob Friedrich Fries, der sich Rühs anschloss. Der Schwerpunkt der Edition liegt nach Kronauer aber auf einer Satire von Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau, die sich, auf die beiden Traktate Bezug Nehmend, gegen antisemitische Vorurteile wendet. Dieser 1818 erschienenen Text mit dem Titel "Anti-Israel. Eine Vorlesung in der geheimen Akademie zum grünen Esel als Eintrittsrede gehalten von Horatius Cocles" erscheint Kronauer indes ein wenig "eigenartig". So recht scheint er nicht zu wissen, was er damit anfangen soll. Jedenfalls hält er fest, dass Graf von Bentzel-Sternau damit zu erkennen gab, dass er sich zum kleinen Lager der Aufklärer im Zeitalter der Restauration gehörig fühlte.

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