Kai Diekmann

Der große Selbstbetrug

Wie wir um unsere Zukunft gebracht werden
Cover: Der große Selbstbetrug
Piper Verlag, München 2007
ISBN 9783492051224
Gebunden, 254 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

'Gut gemeint' ist oft das Gegenteil von 'gut', schreibt Kai Diekmann, Chefredakteur von 'Bild'. Und legt sich an: mit den Gutmenschen, Gutmütigen und Gutmeinenden in Politik, Publizistik und Gesellschaft; mit den Gutmenschen in uns allen. Dass zwei plus zwei vier ist, sei schon längst kein Konsens mehr in Deutschland: 'Stünde der Selbst-Betrug unter Strafe, gäbe es in diesem Land kaum noch freie Bürger', so kommentiert Diekmann Verständniswahn gegenüber Kriminellen, das Märchen von Gleichheit und Gerechtigkeit oder den Triumph des Mittelmaßes. Eine Polemik wider die Flucht der Deutschen aus der Wirklichkeit, ein Plädoyer für den gesunden Menschenverstand!

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007

Den Band, der Zündstoff birgt, bespricht ein freier Autor der besonderen Art: Bremens Ex-Bürgermeister Henning Scherf. Das Buch, sagt Scherf, aber der Autor Kai Diekmann sagt es auch, ist ein Rundumschlag, die Generalabrechnung mit den bösen "Gutmenschen", die der 1968 genannte Schlaf der Vernunft gebar. Letzteres sagt der Autor so nicht, aber er meint es so. Vaterlandslose Gesellen, Sozialpädagogen alle. Da stimmt Scherf natürlich keinesfalls zu. Vielmehr findet er das alles total undifferenziert. Und das wiederum schade, da er, Scherf selbst, doch auch im Blick auf die Bild-Zeitung, deren Chefredakteur Diekmann ist, zu "differenzieren" empfiehlt, beziehungsweise zu empfehlen gelernt hat. Jetzt aber, aus Diekmann-Mund: "Kalter Krieg." Da wolle einer spalten und nicht versöhnen. Man müsse das, so Scherf, aber trotzdem unbedingt lesen, weil man daraus sehr viel über "unsere innere Verfassung" lernen kann.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.11.2007

Rezensent Heribert Seifert liefert eine unterhaltsame Abrechnung mit diesem Anti-1968er Pamphlet des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann. In dem Buch, das sich wie eine "grobschlächtige Schuldzuweisung" liest, steht seiner Meinung nach nämlich überhaupt nichts Neues drin. Diekmanns Abrechnung lese sich wie eine "Reader's-Digest-Version" der Themen, mit denen "krawallfreudige Publizisten" Henrik M. Broder und Matthias Matussek in den letzten Jahren von sich reden machten. Auch bleiben Diekmanns gesellschaftlichen Schuldzuweisungen seltsam unkonkret. Der Rezensent sieht Parallelen zur Diekmanns täglicher Arbeit als Bild-Chef: "Man sieht, wie Diekmann das wüste Drunter und Drüber des Bild-Stils auch zum Gestaltungsprinzip seines Buches macht." Trotzdem lohnt sich die Lektüre nach Seiferts Meinung zumindest unter einem Gesichtspunkt: "Als Selbstenthüllung eines deutschen 'Alpha-Journalisten' kann man ihm Unterhaltungswert abgewinnen."

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.11.2007

Rezensent Heribert Seifert liefert eine unterhaltsame Abrechnung mit diesem Anti-1968er Pamphlet des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann. In dem Buch, das sich wie eine "grobschlächtige Schuldzuweisung" liest, steht seiner Meinung nach nämlich überhaupt nichts Neues drin. Diekmanns Abrechnung lese sich wie eine "Reader's-Digest-Version" der Themen, mit denen "krawallfreudige Publizisten" Henrik M. Broder und Matthias Matussek in den letzten Jahren von sich reden machten. Auch bleiben Diekmanns gesellschaftliche Schuldzuweisungen seltsam unkonkret. Der Rezensent sieht Parallelen zu Diekmanns täglicher Arbeit als Bild-Chef: "Man sieht, wie Diekmann das wüste Drunter und Drüber des Bild-Stils auch zum Gestaltungsprinzip seines Buches macht." Trotzdem lohnt sich die Lektüre nach Seiferts Meinung zumindest unter einem Gesichtspunkt: "Als Selbstenthüllung eines deutschen 'Alpha-Journalisten' kann man ihm Unterhaltungswert abgewinnen."
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