Henning Scherf ist eine Leitfigur unserer Gesellschaft. Er stellt dem allgemeinen Pessimismus seine positive Sicht entgegen. Wir selbst sind die Lösung der Krise. Nicht: Jeder für sich und alle gegen jeden. Sondern: Helfen, gegenseitige Unterstützung tut not. Das gilt im Kleinen und Großen, in der Familie, in der Nachbarschaft, in der ganzen Gesellschaft. Henning Scherf erzählt von eigenen Erfahrungen, er holt Menschen aus ihrer Anonymität und zeigt: Jeder von uns ist auf Hilfe angewiesen. Und wer gibt, erhält doppelt zurück. Nur in einer solchen Gesellschaft können wir die Krise meistern.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.12.2009
Gut möglich, meint Wolfgang Luef, dass wir ein Buch wie dieses ganz gut brauchen können. Blauäugigkeit oder Simplifizierung komplexer Probleme möchte er Henning Scherf jedenfalls nicht vorwerfen. Eher neigt er dazu, den Autor für seinen politisch durchaus exzentrischen Appell zu mehr Solidarität im maroden Sozialstaat Deutschland zu loben. Scherfs missionarischen Eifer lässt er sich gefallen und empfängt die mit Weitblick nach Mumbai und in die USA und mit persönlichen Erfahrungen des Politikers und Bürgers Scherf untermauerte Mahnung an einfache Bürger mit offenen Ohren. Ernsthafte Einwände hat er keine.
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