Joshua Wong

Unfree Speech

Nur wenn alle ihre Stimme erheben, retten wir die Demokratie
Cover: Unfree Speech
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2020
ISBN 9783103970340
Kartoniert, 208 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Mit Jason Y. Ng. Aus dem Englischen von Irmengard Gabler und Karl Picher. Joshua Wong - das Gesicht der Protestbewegungen in Hongkong - schreibt erstmals selbst darüber, wie er es mit der Supermacht China aufgenommen hat. In seinem Buch, das halb Memoir, halb Manifest ist, appelliert er an alle, sich im Kampf um Freiheit und Demokratie einzubringen. Ob wir in Hongkong leben oder anderswo, seine Botschaft ist klar: Wenn wir als freie Individuen leben wollen, müssen wir gemeinsam für Demokratie und Freiheit kämpfen. Schweigen wir, ist niemand in Sicherheit. Nur wenn wir sprechen, können wir etwas bewirken.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 23.03.2020

Rezensent Marko Martin hofft, dass Joshua Wong, Symbolfigur der Hongkonger Proteste, und sein Buch nach der Corona-Krise weiter Gehör finden. Zu wichtig scheint ihm das Anliegen des Aktivisten, zu gelassen und fern von "anekdotenseliger Nabelschau" ist das Buch, meint Martin. Überzeugt haben den Rezensenten die empathischen Porträts von Mitstreitern im Buch und Wongs umfassender Blick auch auf soziale und Umweltprobleme in seiner Stadt. Sein Hauptthema, die Einhaltung von Festlandchinas Versprechen die ehemalige Kronkolonie betreffend, geht der Autor laut Martin präzise, sachlich und mit feiner Ironie an.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 29.02.2020

Die Lektüre des autobiografisch geprägten Buchs, das der Demokratieaktivist Joshua Wong zusammen mit Jason Y. Ng geschrieben hat, lohnt sich dann, wenn man nachvollziehen will, was einen durchschnittlichen jungen Mann aus Hongkong dazu bewegt, sich gegen die chinesische Regierung aufzulehnen, findet Rezensent Sven Hansen. Wongs Argumentation für die Demokratie erscheint dem Kritiker aber sehr dünn: Bei allen unbestreitbaren Vorteilen, die demokratische Strukturen für Selbstbestimmung mit sich bringen, sollten die USA sicher nicht mehr als Vorzeigebeispiel stilisiert werden, mahnt er. Wong hätte sich laut Hansen damit auseinandersetzen sollen, dass Rechtsextremismus und Populismus derzeit in vielen demokratischen Ländern auf dem Vormarsch sind, stattdessen ergeht sich der gläubige Lutheraner ihm zufolge in pathetischen Ergüssen und religiösem Sendungsbewusstsein. Der Rezensent, der fast den Anschein erweckt, der Einsatz für Menschenrechte in Europa und den USA sei mindestens so gefährlich wie in Hongkong, winkt ab.