Joseph Ratzinger

Der Kreuzweg unseres Herrn

Meditationen
Cover: Der Kreuzweg unseres Herrn
Herder Verlag, Freiburg i. Br. 2006
ISBN 9783451288937
Gebunden, 80 Seiten, 9,90 EUR

Klappentext

Am Karfreitag 2005 hat Kardinal Joseph Ratzinger den traditionellen Kreuzweg im Colosseum in Rom geleitet. Er trug selbstverfasste Meditationen vor, die weltweit beachtet wurden.Dieser Kreuzweg zeigt den Gott, der selbst mit den Menschen mit-leidet und dessen Liebe uns bis in den Tod begleitet. Das Mit-Gehen mit diesem mit-leidenden Gott deutet Benedikt XVI. als Weg des Loslassens, der letztlich zum Leben führt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.02.2006

Jan-Heiner Tück sieht in den vorliegenden Kreuzweg-Meditationen, die der damalige Präfekt der Glaubenskongregation Joseph Ratzinger stellvertretend für den erkrankten Papst Johannes Paul II. 2005 gehalten hat, eine "frömmigkeitspraktische Konkretisierung" der "spirituellen Christologie", die Ratzinger schon 1984 formuliert hat. Jede Station wartet mit einer Meditation und einem Gebet auf, Textformen, die naturgemäß schwer zu besprechen sind, wie der Rezensent anmerkt. Inhaltlich stelle Ratzinger zum Beispiel heraus, dass Pilatus kein böser, sondern ein "halbherziger" Mensch war. Auf die Gläubigen zielt Ratzinger ab, wenn er den dritten Fall Jesu als "Versagen der Kirche" deutet. Tücks Fazit der vierzehn Kapitel zielt auf die Selbstfindungsmühen der säkularen Moderne. "Wer sich erlösen lässt, ist befreit von dem Zwang, sich selbst erlösen zu müssen."

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