Aus dem Italienischen von Martina Coers, Andrea Graziano di Benedetto, Claudia Kock und Silvia Kritzenberger. Die Biografie des italienischen Bestsellerautors präsentiert das große Vermächtnis des emeritierten Papstes. Sie erzählt aus seinem privaten Alltag und von den Höhen und Tiefen in seinem Wirken als Professor, Erzbischof von München und Freising, als langjähriger Vorsitzender der Glaubenskongregation, und später als Bischof von Rom bis hin zu den Tagen nach seinem Rücktritt vom Pontifikat. Eine solche Zusammenschau kann nur jemandem gelingen, der wie Guerriero Benedikt XVI. schon lange kennt und begleitet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2018
Rezensent Jörg Ernesti hat Einwände gegen die ursprünglich 2016 erschienene Ratzinger-Biografie des italienischen Theologen Elio Guerriero. Einerseits gefällt ihm der nicht-deutsche Blick auf das Pontifikat, und das enthaltene Vorwort Ratzingers sowie ein Interview, das der Autor mit ihm führen konnte, geben dem Buch seiner Meinung nach auch etwas Offiziöses. Andererseits scheint ihm der Autor seinem Gegenstand zu nahe. Guerrieros gute Informiertheit über Ratzingers Werdegang und die Amtszeit Benedikts, meint Ernesti, stößt an ihre Grenzen, wenn der Autor jegliche Kritik von seinem Gegenstand fernhält und für Positionen, die von denen Ratzingers abweichen, kaum Verständnis aufbringt. Für Ernesti alles andere als eine kritische Biografie.
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