Die italienische Kulturgeschichte ist kaum zu denken ohne deutsche Einflüsse und umgekehrt. Diese enge Verbundenheit wird an keinem anderen Ort so deutlich wie in Rom. Männer und Frauen aus dem deutschen Sprachraum sind als Pilger, Kirchenleute, Künstler und Gelehrte in die Stadt gekommen und haben ihre Spuren hinterlassen. Manche Spuren sind berühmt, andere sind nur Insidern bekannt. Rom scheint den Ansturm von Touristen kaum noch zu verkraften. Warteschlangen bei den Hauptsehenswürdigkeiten sind mittlerweile die Regel. Dieser Band führt an Orte, die der Massentourismus noch nicht entdeckt hat und an denen man tatsächlich noch die Stadt für sich hat. Es gibt diese Orte noch!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.02.2021
Rezensent Golo Maurer staunt über deutsche Spuren in Rom, die Jörg Ernesti in seinem Buch nachverfolgt. Ob die Aurelianische Stadtmauer oder die Piazza Martin Lutero, die Betätigungen und Nachlässe deutscher Kleriker, Pilger, Künstler, Handwerker und Soldaten geben Maurer einen Eindruck vom Sendungsbewusstsein, aber auch vom Individualismus Deutscher in der Heiligen Stadt. Und Maurer ahnt: Der Deutsche ist am besten zu ertragen, tritt er einzeln und nicht als organisierte Masse auf.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…