Josef Paneth

Vita Nuova

Ein Gelehrtenleben zwischen Nietsche und Freud
Cover: Vita Nuova
Leykam Buchverlag, Graz 2007
ISBN 9783701175635
Gebunden, 300 Seiten, 17,50 EUR

Klappentext

Josef Paneth (1857-1890) war einer der engsten Freunde von Sigmund Freud und ein persönlicher Gesprächspartner Friedrich Nietzsches und damit wohl das wichtigste, bislang kaum beachtete missing link zwischen beiden. Sein Nachlass lag jahrzehntelang unbemerkt in London unweit von Maresfield Gardens, Freuds letztem Domizil. Aus diesem Fund werden erstmals eine glänzend geschriebene Autobiographie, Essays und die wichtigsten Briefe Paneths veröffentlicht. Ein Sterbebericht aus der Hand seiner Frau Sophie sowie ein Brief Nietzsches nach einer Photographie des verschollenen Originals ergänzen die ausführlich eingeleitete, wissenschaftlich kommentierte Auswahl. Damit erschließen sich für die Freud- und Nietzscheforschung, die Frage nach der Entdeckung des Unbewussten, die Rezeption Kants und Schopenhauers sowie für die Kultur- und Geistesgeschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts und des Wiener Judentums reiche frische Quellen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.01.2008

Florian Welle preist diese Edition von Dokumenten zu Josef Paneths Leben und Werk. Der Physiologe und Denker ist bisher nur in Medizinerkreisen als Namensgeber spezieller Zellen im Darm bekannt, informiert der Rezensent, der hofft, dass dieser Band den mit Nietzsche und Freud bekannten Gelehrten, der bereits mit 32 Jahren 1890 an einer Lungenkrankheit starb, zu mehr Beachtung verhilft. Nicht nur der Bericht von Paneths Sterben aus der Feder seiner Frau Sophie hat den Rezensenten berührt, überhaupt sei das Buch voller beeindruckender Zeugnisse eines "zerrissenen Charakters", wie es besonders die Autobiografie im Zentrum des Bandes zeige. Der Band stellt also nicht nur einen faszinierenden Menschen vor, er wirft gleichzeitig ein erhellendes Licht auf die "spannungsgeladene Gründerzeit", so Welle begeistert.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de