Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Eike Schönfeld. Ungekürzte Lesung mit Sascha Rotermund. Dauer circa 11h 27min. Hörbuch-Download. Virtuos und pointiert setzt sich Jonathan Franzen mit dem Geist seiner Zeit auseinander und offenbart ganz persönliche Erfahrungen: In fünfzehn Essays ergründet er "die Schwierigkeit, in einer lärmenden und zerstreuenden Massenkultur Individualität und Vielschichtigkeit zu bewahren: die Frage, wie Alleinsein geht". Gegen eine medial beschleunigte Welt und von Ideologien gefärbte Wahrnehmung setzt er die kreative Abgeschiedenheit, den genauen Blick, das Lesen. Entstanden ist eine Sammlung seiner Gedanken zu vielfältigen Themen, sei es die Alzheimer-Erkrankung seines Vaters, die Liebe zu alten Dingen oder das amerikanische Postwesen. Vor allem aber stellt er Überlegungen zum Schreiben an.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.10.2024
Nicht mit allem, was Jonathan Franzen in seinen hier versammelten Essays verlautbaren lässt, ist Rezensent Wolfgang Schneider komplett einverstanden, aber interessant sind die Texte durchweg. Die kurz nach Franzens Durchbruch mit dem Roman "Die Korrekturen" erschienenen, aber schon vorher entstandenen Texte beschäftigen sich unter anderem mit der Schreibblockade des Autors und auch mit dessen Klagen über die schwindende Bedeutung der Literatur in der modernen Medienwelt. Etwas altmodisch wirken heute Franzens Angriffe aufs Fernsehen, meint Schneider, und manchmal scheint der Autor doch zu sehr die Vergangenheit zu idealisieren. Die deutsche Hörbuchfassung zeichnet sich, lernen wir, dadurch aus, dass der geschickt zwischen verschiedenen Sprechmodi wechselnde Sprecher Sascha Rotermund die subjektive, teils auch larmoyante Perspektive Franzens betont, etwa, wenn er in gereiztem Tonfall die Stimme am Satzende hebt. Franzen und Rotermund geraten übrigens, fügt Schneider an, auch bei nichtliterarischen Themen wie etwa dem Rauchen schnell in Erregung. Insgesamt sind diese Texte, resümiert Schneider, erkennbar Kinder ihrer Zeit, was ja nicht das Schlechteste sein muss.
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