John Updike

Über Kunst

Schriften 1979-2008
Cover: Über Kunst
Piet Meyer Verlag, Bern - Wien 2018
ISBN 9783905799460
Gebunden, 356 Seiten, 28,40 EUR

Klappentext

John Updike hat nicht nur fast 30 Romane geschrieben, sondern auch zahlreiche Essays, die von Kierkegaard, Hemingway, dem Golfspiel oder "Zehn einschneidenden Momenten in der Geschichte der amerikanischen Libido" handeln. Über mehrere Jahrzehnte verfasste er zudem für renommierte amerikanische Magazine wie "The New Republic", "The New Yorker" oder "The New York Review of Books" Texte über Kunst, von denen nun eine Auswahl erstmals in deutscher Sprache vorliegt. Ob Vermeer oder Singer Sargent, Monet oder Hopper - stets lenkt Updike unseren Blick auf wichtige Details und bietet eine kluge Würdigung der Künstler und ihrer Werke. Entlang der Skulpturen Riemenschneiders spüren wir in spätgotische Gefühlswelten hinein, vollziehen anhand der Grafiken van Goghs die Tragik dieses unglücklichen Genies nach und erleben mit Richard Estes einen flirrenden Moment purer Großstadtenergie.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.03.2019

Rezensent Peter Geimer entdeckt in den von Antje Korsmeier herausgegebenen und übersetzten Ausstellungskritiken von John Updike aus den Jahren 1979-2008 allerhand Erstaunliches. Wie der Schriftsteller, der einst selber Künstler werden wollte, etwa Edward Hoppers Vagheit lobt oder seine Vorliebe für die Figuration bei den Niederländern ausdrückt, scheint Geimer lesenswert. In den ursprünglich für den "New Yorker" oder die "New York Review of Books" verfassten Texten begegnet Geimer der Autor als kunstgeschichtlich gebildeter Kritiker mit eigener Urteilskraft, der Malerei motivisch denkt und den Fotorealismus eines Richard Estes der Konzeptkunst vorzieht. Dass Updike dabei nie zum Kulturpessimisten wird, sondern im Ton ironisch beschwingt bleibt und auch mal assoziativ wird (was er den Bildern eher nicht zugesteht), rechnet ihm der Rezensent hoch an.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 13.02.2019

Paul Stoop erkennt John Updike als Vermittler zwischen europäischer und amerikanischer Kunst. Wissen, Empirie und Empathie des Kunstkenners und Schriftstellers verblüffen Stoop ein ums andere Mal beim Lesen der Essays aus drei Jahrzehnten. Ob Updike sich über schlechte Kunst mokiert, Material, Technik und gesellschaftlichen Kontext bei Cranach und Pieter de Hooch analysiert, stets trifft Stoop auf die sehr persönliche, den Leser nicht bevormundende, sondern anregende Begeisterung und Verzauberung des Autors. Die Ausgabe von Antje Korsmeier gefällt ihm auch durch Sorgfalt in der Übersetzung und Kommentierung.

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