Ein Mann, der sich, wie es heißt, alle paar Wochen sechzehn Fünf-Liter-Kanister Ölfarbe ins Atelier in Camden Town im Norden Londons liefern lässt, und das bis heute, seit über 60 Jahren: Was hat er daraus geschaffen?
Frank Auerbach gilt neben Francis Bacon und Lucian Freud als einer der wichtigsten britischen Maler seiner Generation. Geboren 1931 in Berlin, kann er, im Gegensatz zu seinen Eltern, den Nazis entkommen und in England eine neue Heimat finden. Entstanden ist seither ein äußerst eigenwilliges Werk, das über sperrige Qualitäten verfügt.
Auerbach steht in der Tradition Cézannes. Wie dieser vor den Äpfel Stillleben oder dem Montagne Sainte Victoire, ist er an der Wahrheit des Gesehenen interessiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2016
Rezensent Georg Imdahl scheint beeindruckt. Aber mehr von Frank Auerbach und seiner Kunst, als von Invar-Tolle Hollaus' Umkreisung dieses einzigartigen Werkes. Die große Konsequenz des geduldigen Porträtkünstlers kann ihm der Autor zwar vermitteln, bei der Beschreibung der Werke aber verfällt Hollaus laut Rezensent in einen etwas raunenden Ton. Schade, findet Imdahl, denn Auerbachs Befreiung von diversen Klischees gelingt dem Autor zunächst, genau wie die Darlegung produktions- und rezeptionsästhetischer Fragen. Das Instellungbringen seines Formideals gegen einen schnellebigen Kunstbetrieb durch den Autor hat der Maler ja vielleicht nicht nötig, mutmaßt Imdahl. Und so eloquent findet er Hollau auch gar nicht.
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