"And now for something completely different!" Als im September 1969 die ersten Folge von Monty Python's Flying Circus gedreht wurde, war John Cleese knapp dreißig Jahre alt. Bis zu diesem Moment hatte das Leben bereits schwerwiegende Fragen aufgeworfen. Hatten die Deutschen kurz nach seiner Geburt sein unbedeutendes englisches Heimatdorf tatsächlich nur bombardiert, um zu beweisen, dass sie doch Sinn für Humor besaßen? Würde er sich je wieder von dem Trauma erholen, als Kleinkind von einem Kaninchen gebissen worden zu sein? Warum hatte man ihn für seinen ersten ernsthaften Bühnenauftritt als Luzifer ausgerechnet in Strumpfhosen gesteckt? In seiner Autobiografie zeichnet Weltstar John Cleese ein Porträt des Künstlers als junger Mann bis zur Gründung von Monty Python, um diesen und vielen anderen Fragen auf den Grund zu gehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.04.2015
Britischen Humor auf Deutsch hat Rezensent Dietmar Dath in John Cleese' autobiografischem Buch "Wo war ich noch mal?" genossen. In der gelungenen Übersetzung von Yvonne Badal, die Cleese' Sprache und Unhöflichkeit wunderbar trifft, erfährt der Kritiker etwa, warum der Komiker so zuckt und brüllt, wie witzig er die steten Selbstmorddrohungen seiner Mutter zu parieren wusste oder dass Cleese tatsächlich unter dem Namen "Cheese" geboren wurde. Ein schönes Buch, das nicht nur mit den Grenzen jeglicher "Stilkunde" spielt, sondern vor allem bestens amüsiert, schließt der Rezensent.
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