Aus dem Englischen von Harry Rowohlt. Hier kommt die irrwitzige, wahre, surreale, traurige, saukomische, teils erstunken und erlogene Lebensgeschichte des früh verstorbenen Monty Python-Gründungsmitglieds Graham Chapman, dem Brian aus "Das Leben des Brian". Aufgeschrieben von ihm selbst, mit Unterstützung von Douglas Adams. Grahams Autobiografie hat alles, was die Bezeichnung 'pythonesk' ausmacht: Schrägen, schwarzen, krassen Humor, absurde Szenen ohne Pointe, grafische Elemente, fantastische Einschübe und gleichzeitig etwas sehr Gebildetes und Britisches. Die Autobiografie eines Lügners erzählt von Chapmans Jugend in der Provinz als Sohn eines einfachen Polizisten, von seinen Jahren in Eton und Cambridge, von seiner Liebe zu den Bergen und seiner fatalen Beziehung zum Alkohol. Von der Arbeit der Pythons auf Tourneen und bei Dreharbeiten. Und von seiner recht spät entdeckten Liebe zum gleichen Geschlecht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.09.2012
Durchwachsen scheint Burkhard Müller diese Autobiografie von Graham Chapman, Gründungsmitglied von Monty Python, die jetzt nach dreißig Jahren erstmals auf Deutsch erschienen ist. Dass Harry Rowohlt das Buch übersetzt hat, findet er durchaus verdienstvoll. Doch trotz der guten Übersetzung bleiben für ihn manche komische sprachliche Eigenheiten des Originals im Deutschen auf der Strecke. Schwerer wiegt in seinen Augen aber das Formproblem des Buchs: er sieht Chapman als exzellenten Schreiber und Darsteller von Sketchen und Szenen, aber weniger als Erzähler. Was als Szene gut funktionieren würde, bleibt hier, autobiografisch erzählt, für ihn ziemlich unbefriedigend. Sicher, das Leben Chapmans hält Müller für recht interessant. Dass der 1989 mit 48 Jahren an Krebs gestorbene Autor aber auch seine Alkoholkrankheit "unter dem Vorzeichen des Lustigen" präsentiert, stimmt den Rezensenten eher traurig als fröhlich.
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