Sven Hanuschek

Laurel und Hardy

Eine Revision
Cover: Laurel und Hardy
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2010
ISBN 9783552055063
Kartoniert, 219 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

"Dick und Doof" spielen in vielen Kindheitserinnerungen als erste Erfahrungen mit Film eine große Rolle - von erwachsenen Cineasten aber sind Stan Laurel und Oliver Hardy im Gegensatz zu Charlie Chaplin oder Buster Keaton nur selten ernst genommen worden. Sven Hanuschek plädiert dafür, das Werk der beiden Komiker aus den USA noch einmal unvoreingenommen zu betrachten: in den vollständigen Filmen, die früher nur selten gezeigt wurden, inzwischen aber auf DVD zugänglich sind. Und plötzlich sieht man mehr als Tortenschlachten und Missgeschicke: eine doppelbödige Welt, in der die Unterschiede zwischen Sein und Schein ins Wanken geraten, großes Kino auf der Höhe seiner Zeit.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2010

Dieser Band ist, obwohl der Autor Sven Hanuschek Germanistik-Professor in München ist, keine wissenschaftliche Studie im engeren Sinn, sondern ein Essay. In mehreren Anläufen nähere sich der Verfasser dem Komikerpaar, seinem Leben wie seinem Werk, und stets ist das, was er dabei herausarbeitet, nach Ansicht des Rezensenten Michael Adrian interessant. Der Grundimpetus liegt darin, Laurel & Hardy aus dem Vorurteilskäfig, in den sie als "Dick & Doof" in Deutschland gesteckt wurden, zu befreien. Das heißt auch: zu erklären, warum sie in einem Atemzug mit den Ikonen Charlie Chaplin (mit dem Stan Laurel im übrigen aus England in die USA gelangte) und Buster Keaton genannt zu werden verdienen. Als aus dem Slapstick der Komiker entbundenen Höhepunkt ihrer Kunst begreift Hanuschek dabei jene Momente, in denen etwa in Oliver Hardys Krawattenzwirbeln eine "hübsche reine Sinnlosigkeit" entstehe. Der Rezensent beschränkt sich weitgehend auf die Wiedergabe des Inhalts, hat dieses Buch aber fraglos gerne und mit Gewinn gelesen.
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