Mit 16 Seiten Bildteil. Otto erzählt aus den ersten 70 Jahren seines Lebens - einem märchenhaften Aufstieg vom Deichkind zum Alleinunterhalter der Nation. Seine Sketche und Figuren haben unser kollektives Gedächtnis und unseren Witzwortschatz bereichert: Harry Hirsch (übergibt sich ins Funkhaus), Robin Hood (der Stecher der Entnervten), Susi Sorglos (föhnt ihr goldenes Haar), Louis Flambée (kocht Pommes de Bordell) Peter, Paul and Mary (are planning a bank robbery) und der "Schniedelwutz" (hat's bis in den Duden gebracht). Aber: Wer waren eigentlich Ottos Vorbilder? Wo kommt er her? Was treibt ihn an? Wie entsteht seine eigene Art von Komik? Otto erzählt von Höhe- und Tiefpunkten, von den glücklichsten und den glanzvollsten Momenten, ohne die peinlichsten und traurigsten auszulassen. Nicht zu vergessen einige noch unveröffentlichte Fotos und selbstgemalte Bilder.
Ein "Wunderkind des Frohsinns" sei er, beteuert Otto Waalkes in seiner Autobiografie - ohne Kindheitstraumata, ohne die stereotype Clowns-Traurigkeit, ohne doppelten Boden. Rezensentin Ursula März glaubt es ihm. "Kleinhirn an alle" ist erwartungsgemäß ein wahnsinnig ulkiges Buch, versichert sie. In jeder Zeile ein Scherz, in jedem Satz ein Spaß und trotzdem hat dieses Buch Tiefgang, lesen wir. Denn Otto schreibe hier nicht nur seine eigene Lebensgeschichte auf, sondern auch eine laut März äußerst scharfsinnige und interessante "Kulturgeschichte des bundesrepublikanischen Humors".
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