Aus dem Französischen von Leopold Federmair. Herausgegeben von Doug Headline. "Porträt in Noir" versammelt wenig bekannte und auf deutsch bislang unveröffentlichte Texte des französischen Schriftstellers Jean-Patrick Manchette aus einem Vierteljahrhundert: von den späten 1960er Jahren bis zu Manchettes Tod 1995. Neben Kriminalgeschichten und anderen Erzählungen, einem Drehbuch von 1968 und Filmkritiken enthält der Band Reflexionen über den Krimi sowie Selbstaussagen über seine schriftstellerische Tätigkeit. Ein Vorwort des Sohns Doug Headline führt in das Werk Manchettes ein.
Im Perlentaucher:
Literatur der Schwärze
Wer sich jedoch eine Vorstellung von dem anarchistischen Witz und dem libertären Geist machen will, der bei Charlie Hebdo immer herrschte, der bekommt sie mit diesen Texten. Und obendrein noch die seltene Kombination aus ultralinker Politschreibe, menschenfreundlicher Heiterkeit und unglaublichem Stilgefühl. Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.01.2015
Fritz Göttler lernt aus den Filmkritiken in diesem Band, der außerdem theoretische Beiträge, Kurzgeschichten und ein Filmscript von Jean-Patrick Manchette enthält, dass der 1995 verstorbene Autor zwar ein Cineast war, aber nicht einer der Cinémathèque-Kultur, sondern einer, der sich als Konsument verstand und als Konsument schrieb, der nicht in den Sackgassen der Debatten der 60er stecken bleiben wollte, wie Göttler erklärt. Manchettes Prägungen und Vorbilder und seine besondere Rolle als Star des Neopolar werden für Göttler beim Lesen gegenwärtig, wie auch seine Vorlieben im Kino: Fassbinder, Werner Schroeter, Kubrick und Hitchcock.
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