Leo Malet

Das Leben ist zum Kotzen

Kriminalroman
Cover: Das Leben ist zum Kotzen
Edition Nautilus, Hamburg 2015
ISBN 9783894018238
Kartoniert, 160 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Sarah Baumfelder und Thomas Mittelstädt. Mit einem Vorwort von Tobias Gohlis. Der Noir-Klassiker von Léo Malet in überarbeiteter Neuausgabe! Ein illusionsloser Außenseiter, der zum Gauner und Mörder wird, ist die Hauptfigur in "Das Leben ist zum Kotzen". In diesem Action-Krimi zeichnet Malet das Bild eines Menschen in wilder Revolte gegen die Gesellschaft und gegen sich selbst. Der Roman erzählt von einer Gruppe junger Rebellen, die nach dem Vorbild der Bonnot-Bande Geld für einen Bergarbeiterstreik beschafft. Als die Aktion blutig ausgeht, wird sie vom anarchistischen Komitee verurteilt, und die Gruppe macht auf eigene Rechnung weiter. In der Spirale von Illegalität und Kriminalität gefangen, bricht ihre Gemeinschaft auseinander.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.11.2015

Alex Rühle musste schon schlucken, als er diesen neu aufgelegten Noir-Klassiker von Léo Malet las: Ganz schön krass für seine Zeit! Wenn Malet von Jean Fraiger erzählt, der im Paris der vierziger Jahre aus blanker Gewaltlust zum mehrfachen Mörder wird, dann kleidet er diese "grimmige Raserei" in keine Weltanschauung, kein moralisches Korsett und keine Kritik an der "kalten Verlogenheit der Zeit", warnt Rühle, der die reine Destruktion besonders heftig empfand, weil Malet Fraiger aus der Ich-Perspektive Fraigers erzählt.
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