Jean Grondin, einer der weltweit führenden Gadamer-Experten, zeichnet hier die Entwicklung der philosophischen Hermeneutik anhand ihrer Hauptvertreter Martin Heidegger und Hans-Georg Gadamer nach. Die grundlegenden Konzeptionen und auch die sachlichen Differenzen der beiden großen Denker werden deutlich herausgearbeitet. "Wahrheit und Methode" interpretiert Grondin als geschlossene Antwort Gadamers auf Heideggers Daseinsanalyse in "Sein und Zeit".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2001
Matthias Kross ist sich sicher, Jean Grondin als einen der besten Kenner des Werks des Philosophen Hans-Georg Gadamer bezeichnen zu können. Um Gadamer zu verstehen, schließt der Rezensent an, muss man sich intensiv mit dem Werk Martin Heideggers beschäftigen, und beides, ist Kross erleichtert, hat Grondin getan. Die Ergebnisse dieser Reflexionen hat der Autor in einem kleinen Aufsatzband zusammengebracht, den der Rezensent überaus schlüssig findet, insbesondere Grondins Darstellung von drei Ansätzen Heideggers von einer frühen Hermeneutik bis zu einer Geschichte der Metaphysik.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.09.2001
Jean Grodin schlägt in seiner Studie einen hermeneutischen Bogen von Heidegger zu Gadamer, den beide zu schlagen eher gezögert haben. Dabei wird es nun, da das Werk beider Philosophen in fortgeschrittenen Ausgaben vorliegt, höchste Zeit, so der Rezensent (Kürzel lx.), Lehrer und Schüler endlich ausdrücklicher miteinander ins Gespräch zu bringen, als bisher geschehen. Darin, dass dies versucht wird, sieht er den "Reiz" von Grodins Buch. Nicht zuletzt weise der Autor darauf hin, dass es bei Gadamer immerhin einen "stummen Diskurs mit Heidegger" gibt.
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