Der fantastische Bus
(ab 4 Jahren)

Antje Kunstmann Verlag, München 2025
ISBN
9783956146589
Gebunden, 204 Seiten, 68,00
EUR
Klappentext
Aus dem Dänischen von Sigrid C. Engeler. Im Hafenviertel von Ahnstarr City herrscht Verzweiflung. Ein Haus nach dem anderen wird abgerissen, und der kleine Timo ist so schwer krank, dass die Hoffnung schwindet. Doch ein alter Mythos erzählt vom Land Balanka, in dem die sagenumwobene Safran-Lilie wächst, die angeblich alle Krankheiten der Welt heilen kann. Aber wie kommt man eigentlich von A nach B? Taku, Spir und Silja haben da eine Idee: warum bauen nicht einfach alle gemeinsam einen fantastischen Bus, mit zehn Rädern, vier Motoren, 18.500 Pferdestärken und natürlich einer Küche, Kojen und Kuscheldecken? Denn in dem würden die 100.000 km in diese Richtung ja wie im Flug vergehen. Mit so einem fantastischen Bus lässt sich sogar die Brücke zum Nordpol überqueren, durch Wüsten und Sümpfe, Tundra und Steppe fahren, Takus Vater befreien und dem fiesen Diktator im Traurigen Land entkommen. Und mit der Gunst der Götter und wenn alle zusammenhalten, lässt sich auch der kleine Timo retten und vielleicht sogar die ganze Welt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 16.10.2025
Für Rezensentin Laura Hertreiter ist Jakob Martin Strids neues Kinderbuch "die allerschönste Zumutung": In neonbunten Farben erzählt er von einem Bus voller aus einem "Ghetto" geflüchteter Tiere, die verdammt punkig unterwegs sind. Der Dachs Timo braucht dringend eine bestimmte Medizin, der Kater Stir ist mit radioaktivem Schleim benetzt, der Vater von Hund Taku muss aus der Fabrik befreit werden, in der er arbeitet, erfahren wir, das alles wird im detailreichen Großformat dargestellt. Sie sind mit dem fantastischen Bus unterwegs - und mit ziemlich viel Wahnsinn, es geht durch die Stratosphäre, ein Plasma-Generator taucht auf und sibirische Hunde gibt es auch, hält Hertreiter fast atemlos fest. Hier gibt es für jede und jeden etwas zu entdecken, und beim Vorlesen muss man sich sicher auf jede Menge zum Denken anregende Fragen einstellen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2025
Alex Rühle trifft den dänischen Kinderbuchautor Jakob Martin Strid, der mit seinem 15 Jahre dauernden aktuellen Projekt endlich abgeschlossen hat. Das Ergebnis wiegt 2,5 Kilo und ist aufgeschlagen 77 Zentimeter breit! Innen ist es voller Wimmelei, schwärmt Rühle, dem die Geschichte um eine Tiergemeinschaft, die mit einem selbstgebastelten Bus als Arche Noah auf Tour geht, supergut gefallen hat. Laut Rühle findet Strid mit dem fantastischen Bus nichts geringeres als die Universalformel für spannende Kinderstorys. Allein den in detailsatten Bildern festgehaltenen Bau des Busses mitzuverfolgen, macht Lust aufs Basteln, versichert der Rezensent. Und die sehnsuchtsvolle Weite vermitteln die Bilder auch, meint er.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 04.10.2025
Ein tolles, buntes Abenteuer, das in einer durchaus düsteren Welt spielt, bietet dieses tolle Bilderbuch, freut sich Rezensentin Eva-Christina Meier. Dessen Schöpfer ist der Däne Jakob Martin Strid, die Geschichte, die er erzählt, spielt in einer Megastadt namens Ahnstarr City, wo in Hafennähe die Hauptfiguren in einer vom Abriss bedrohten illegalen Siedlung leben. Meier geht auf einige der Figuren - allesamt anthropomorph gezeichnete Tiere - näher ein und beschreibt, wie die Handlung sich bald um die Konstruktion des Busses des Titels dreht, an der viele Figuren beteiligt sind und die ihnen einen Ausweg aus ihrer Misere verspricht. Diverse soziale und ökologische Härten gehören zum Alltag der Figuren, stellt Meier klar, Alkoholismus wird thematisiert, gleichfalls Umweltzerstörung. Darüber hinaus besticht das Buch durch die fantasievolle, lebendige Ausgestaltung der fiktionalen Welt, durch detaillierte Bilder und eine vielschichtige Erzählung. Rundum super findet Meier das alles.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 17.09.2025
Als "Bilderbuch der Superlative" bezeichnet Rezensentin Kim Kindermann das zweieinhalb Kilogramm schwere Buch für Groß und Klein. Der dänische Illustrator und Autor lässt die Suche nach der alles heilenden Safran-Lilie im 100.000 Kilometer entfernten Märchenland Balanka magisch und rauschhaft sprießen. Nicht nur die Leser können daran wachsen, auch die Figuren selbst überwinden schicksalhafte Begebenheiten und gelangen zu paradiesischen Lebenswelten, lesen wir. Auf ihrem abenteuerlichen Roadtrip mit dem riesigen Wohnmobil überwinden schließlich die 73 vermenschlichten Tiere alle Hindernisse. Vor allem die persönlichen Geschichten der Figuren verleihen der Erzählung Tiefe. Detailreich und farbenfroh wächst die Geschichte also vor sich hin und bleibt spannend bis zum Schluss. Die schöne Botschaft: Ohne Gemeinschaft geht es nicht!