"Ich bin nicht mehr so, wie ich war", sagt Angela Merkel. Von Helmut Kohls "Mädchen" stieg die promovierte Physikerin zur Parteivorsitzenden der CDU auf und sprengte damit alle gängigen Karrieremuster. In der tiefsten Krise, in der ihre Partei je steckte, bewahrte die Pastorentochter aus Ostdeutschland Ruhe und wagte, gegen ihren Förderer Helmut Kohl aufzubegehren. Doch hat sie das politische Profil, um der Union wirklich ein neues Gesicht zu geben? Als die Mauer fällt, ist Angela Merkel fünfunddreißig Jahre alt. Der Schlüssel zum Verständnis ihrer Stärke und ihres politischen Antriebs liegt in einer Zeit, über die sie selbst nicht gern viele Worte verliert. Jacqueline Boysen ist die Lebensstationen der Parteivorsitzenden nachgegangen und hat politische Weggefährten und Menschen aus dem Umfeld befragt.
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