Holm Tetens legt ein Buch vor, das in die Eigenheiten philosophischen Argumentierens ganz von den inhaltlichen Themen und Problemen der Philosophie her einführt. Dabei kommt die formale Logik durchaus zu ihrem Recht, indem zu Anfang ihre Prinzipien und die Technik ihrer Anwendung vorgestellt werden. Ansonsten ist das Buch aber so untechnisch geschrieben, dass man ihm auch ohne tiefere Logikkenntnisse gut folgen kann. Für jeden, der sich für die Philosophie interessiert, sei er Anfänger, Laie oder bereits gut mit ihr vertraut, hält dieses Buch eine Fülle an Informationen und provokanten Denkanregungen bereit.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.11.2004
Überzeugend findet der "rox." zeichnende Rezensent diese Einführung in das philosophische Argumentieren, die der an der Berliner TU lehrende Berufsphilosoph Holm Tetens jetzt vorgelegt hat. Wer gut argumentieren könne, gibt er den Autor wieder, habe die Macht der Definition in seinen Händen. Dass Tetens der formalen Logik und die hohen Kunst des deduktiven Schliessens als Einmaleins des Argumentierens mit einer gewissen Skepsis gegenübersteht, findet der Rezensent erfreulich. "Die meisten Philosophiestudenten", zitiert er Tetens, "lernen die formale Logik wie eine exotische Rechentechnik, anhand von primitiven Übungsbeispielen, die mit wirklich substanziellen philosophischen Argumenten nichts zu tun haben." Tetens' Einführung dagegen richte sich nicht an Denkmaschinen, resümiert der Rezensent, "sondern an Menschen, die differenziert und sensibel bleiben wollen, auch wenn sie sich mit Junktoren, Quantoren und Aussagenlogik beschäftigen."
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