Die Intensität globaler Interaktionen hat zugenommen. In dem Maße, wie nationale Gütermärkte zusammenwachsen, Kapitalströme die Ländergrenzen durchdringen und Unternehmen weltweit tätig werden, widmen sich auch Nicht-Regierungsorganisationen weltweiten Aufgaben, wächst der internationale Informationsfluss, verstärken sich globale Umwelteffekte und gewinnen Menschenrechtsnormen eine universelle Bedeutung. Folgende Themenbereiche werden angesprochen: der Globalisierungsprozess und seine Ordnung; Funktionsspezifische internationale Regelsysteme: die Ordnung des internationalen Leistungswettbewerbs auf Gütermärkten, die monetäre Ordnung der Weltwirtschaft, globale Regeln für den Ressourcen- und Umweltschutz, soziale Menschenrechte und Menschenrechtsstandards als Elemente der internationalen Sozialordnung, das internationale Entwicklungsgefälle als ordnungspolitisches Problem.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.02.2005
Ein Plädoyer für eine Neuausrichtung der Weltwirtschaftsordnung erblickt Richard Senti in Hermann Sautters Buch "Weltwirtschaftsordnung. Die Institutionen der globalen Ökonomie". Ziel sei die Sicherung des Leistungswettbewerbs und die Erhöhung des Wohlstands sowie der globale Umweltschutz, die Anerkennung der Menschenrechte und die Überwindung des Entwicklungsgefälles. Die neue Weltwirtschaftsordnung zeichne sich nach Sautter durch funktionsspezifische Institutionen aus, die untereinander möglichst anreizkompatibel sind. Wie Senti berichtet, behandelt Sautter zunächst den weltwirtschaftlichen Ordnungsbedarf und die Möglichkeiten einer Etablierung von Ordnungsregeln, um dann auf die spezifischen Regelsysteme für einzelne globale Interaktions- und Problembereiche einzugehen. Im Mittelpunkt des Buchs sieht Senti die Welthandelsorganisation (WTO), die monetäre Ordnung, die Regeln des Umweltschutzes, die Sozialordnung und die Position der Entwicklungsländer.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2004
Die Frage nach einer Weltwirtschaftsordnung der Zukunft hat sich Hermann Sautter gestellt. Die Art und Weise, wie der Göttinger Ökonom diese Frage beantwortet, läuft auf eine "Summa" seines akademischen Wirkens hinaus, resümiert Hartmut Kreikebaum. Besonders sorgfältig wendet sich Sautter nach Ansicht seines Rezensenten den Problemen zu, die entstehen, wenn die verschiedenen Teilordnungen - Wettbewerbsordnung, Stabilitätsordnung, Umweltordnung, Sozialordnung und Ordnung für "die faire Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern" - aufeinander abgestimmt werden müssen. Ein Buch, das, auch wenn er es an keiner Stelle sagt, Kreikebaum doch spürbar Anlass zum Nachdenken gegeben hat, ein genaues, fundiertes Buch - auch das sagt der Rezensent nicht, aber es ist seinen Darlegungen zu entnehmen.
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