Welchen Beitrag kann und soll die Ökonomik und speziell die Ordnungsökonomik für die Analyse und Gestaltung einer menschenwürdigen und produktiven Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung leisten? Die Beantwortung dieser Frage ist Anliegen der Forschungsarbeit von Alfred Schüller. Der vorliegende Band dokumentiert dies anhand ausgewählter Aufsätze und Studien zur ordnungstheoretischen Grundlagenforschung sowie zu aktuellen Ordnungsproblemen der Sozialen Marktwirtschaft, der europäischen Integration und der Weltwirtschaft.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.08.2003
Als "bedeutenden Repräsentanten" des Ordoliberalismus würdigt Rezensent Gerd Habermann den Direktor der Forschungsstelle zum Vergleich wirtschaftlicher Lenkungssysteme in Marburg, Alfred Schüller. Wie Habermann berichtet, haben ihm seine Mitarbeiter zum 65. Geburtstag eine Festschrift gewidmet, die seine wichtigsten Aufsätze aus den Jahren 1975 bis 2000 versammelt und den weiten Interessenkreis Schüllers umfasst. Neben einer Theorie des Systemvergleichs, einem Aufsatz zur Transformation, einer Analyse des Umverteilungs-Chaos enthält der Band "Marburger Studien zur Ordnungsökonomik" nach Auskunft Habermanns auch Betrachtungen zur europäischen Integration sowie Analysen zur Globalisierung und zur internationalen Währungsordnung. Schüller zeige sich in allen Aufsätzen als "politisch skeptischer Analytiker der Umwandlung des freien Ordo in chaotische Mischsysteme", hält Habermann fest. Die Lektüre findet er zwar nicht immer "bequem" - Müller sei mehr Wissenschaftler als Publizist. Dennoch hält er den Band für eine "gute Quelle" für den, "der nach Maßstäben zur Beurteilung der ökonomischen Gegenwartsprobleme sucht".
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