Herbert Graf

Mein Leben. Mein Chef Ulbricht. Meine Sicht der Dinge

Erinnerung
Cover: Mein Leben. Mein Chef Ulbricht. Meine Sicht der Dinge
Edition Ost, Berlin 2008
ISBN 9783360010971
Gebunden, 542 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Im Zentrum von Herbert Grafs Tätigkeit in Ulbrichts Büro standen Fragen des Staatsaufbaus und der sozialistischen Demokratie, der Verfassung und der Gestaltung der DDR-Gesellschaft. Das Resultat war die Entwicklung eines Reformkonzeptes des Sozialismus in den sechziger Jahren, des einzigen realistischen zwischen 1917 und 1990. Es führte zum Sturz Ulbrichts und damit auch zu dem von Herbert Graf. Seine an Ulbrichts Seite gesammelten Erfahrungen vermittelte er in den 70er und 80er Jahren unter anderem als Regierungsberater in Mocambique, Angola, Äthiopien und anderen Staaten auf drei Kontinenten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.12.2008

Nicht anfreunden kann sich Rezensent Karl Wilhelm Fricke mit diesen Erinnerungen Herbert Grafs, einst Mitarbeiter im Sekretariat von Walter Ulbricht. Angesichts der Biografie des Autors wundert es ihn nicht, dass das Buch als eine Verteidigungsschrift daherkommt. Immerhin bescheinigt er Graf, seine Erinnerungen und Erfahrungen "kenntnisreich" mit der von Ulbricht geprägten Politik der SED zu verbinden. Zu Frickes Bedauern kann sich der Autor aber nicht verkneifen, "ideologische Ladenhüter der Partei feilzubieten". Er hält ihm in diesem Kontext eine Vielzahl von "bewussten Fehldeutungen", "Halbwahrheiten" und "Legenden" über die angeblich so demokratische DDR unter Ulbricht vor. Auch scheint ihm der "zeithistorische Erkenntniswert" des Buchs sehr mäßig.

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