Ein Jahrhundert nach dem Ende der deutschen Kolonialherrschaft rücken allmählich im öffentlichen Diskurs Aspekte eines deutsch-afrikanischen Verhältnisses in das Blickfeld, die sich mit den anhaltenden strukturellen und mentalen Folgen hier wie dort auseinandersetzen. Der Band präsentiert fast alle Aspekte des deutschen Verhältnisses zu Afrika. Die Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft offerieren Einblicke und Analysen, die auch die afrodeutschen Sichtweisen umfassen und die über das offizielle Terrain weit hinausgehen.
Marc Engelhardt findet in dem vom Politologen Henning Melber herausgegebenen Band jede Menge gute Argumente für eine Revision des Umgangs mit unserem kolonialen Erbe. Als Aufruf für eine "postkoloniale Erinnerungskultur" versteht der Rezensent nicht wenige der Beiträge, in denen es um das Fortbestehen des "kolonialen Blicks" in der heutigen deutschen Handels- und Migrationspolitik mit Afrika geht und um Lösungsansätze. Die Beiträge findet Engelhardt fachkundig, vielschichtig und ohne moralischen Zeigefinger verfasst.
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