Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.04.2009
Rezensentin Edith Seifert findet die These des Herausgebers Hans Rudolf Wilhelm ein bisschen gewagt und konstruiert. Er behauptet nämlich, ein Verschreiber in einem Brief Sigmund Freuds an seinen Schweizer Kollegen Franz Beda Riklin sei Beleg, dass es sich Freuds Meinung nach bei der Psychoanalyse nicht um eine Wissenschaft, sondern um ein Glaubensbekenntnis handelt. Wilhelms Interpretationskonstrukt empfindet die Rezensentin als ganz eindeutig unsolide. Trotzdem empfiehlt sie die Lektüre des Buch, einfach, weil es einen Einblick in die "Blütezeit der Psychoanalyse" vermittelt. Der Briefwechsel illustriert ihrer Meinung nach, "wie lebendig und offen Psychoanalyse sein kann" und zeigt zudem auf, wie es seinerzeit zum "Bruch zwischen Wien und Zürich" kam.
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