Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.11.2000
Geteilter Meinung zeigt sich Birgit Pauls über dieses Buch. Einerseits weiß sie die "brillanten Detailkenntnisse" des Autors durchaus zu schätzen und zeigt sich erfreut darüber, dass sich jemand nun einmal dieses etwas vernachlässigten Themas angenommen hat. Andererseits listet sie auch eine ganze Reihe Schwächen des Buchs auf. So sei die Einteilung Wagners was den "Verismo" betrifft, nicht immer einleuchtend, etwa wenn er Ermanno Wolff-Ferrari nicht dazu zählt, stattdessen aber Puccini. Außerdem werde beim Leser bisweilen sehr viel Fachkenntnis vorausgesetzt. Wagner beziehe sich bisweilen auf Partituren, die nur schwer erhältlich sind, italienische Zitate würden nicht übersetzt und auch Libretti oftmals nicht erläutert. Manche Stellen findet die Rezensentin zwar leicht lesbar, andere sind ihrer Meinung nach eher "handbuchartig" und daher etwas trocken. Gut gefällt ihr allerdings, dass Wagner am Beispiel des Verlegers Edoardo Sonzogno aufzeigt, wie dieser über ein eigenes Medienimperium verfügte und dies zur Vermarktung und Förderung der veristischen Oper genutzt hat.
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