"In außerordentlichen Zeiten" vereinigt die besten Texte Gustav Seibts aus der Süddeutschen Zeitung zu einer Vermessung der Gegenwart - vom Umgang mit Flüchtlingen bis zum prekären Verhältnis zu Russland. In der "Blindheit des Moments", in der wir alle gefangen sind, gelingt es Seibt immer wieder, über die tagespolitische Stellungnahme hinaus das Grundsätzliche einer Situation aufzuzeigen und durch historische Betrachtungen oder Vergleiche ein besseres Verständnis dessen zu ermöglichen, was gerade geschieht oder auf dem Spiel steht. Dieser Band gibt die Gelegenheit, sich über die Grundfragen unseres Zeitalters - Flüchtlinge, Islam und Islamismus, die Fliehkräfte der EU oder das prekäre Verhältnis zu Russland - zu informieren.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 16.09.2023
Die "reflektierte Zeitgenossenschaft" des SZ-Journalisten Gustav Seibt lernt Rezensent Holger Heimann in diesem Band kennen, der insgesamt 56 Texte von 2005 bis 2022 vereint. Die Klimakrise ist hier ebenso Thema wie internationale Beziehungen und die Corona-Pandemie. Immer macht Seibt weite, über den eigentlichen Anlass seiner Artikel hinausgehende Diskurse auf, lobt der Kritiker, der die Essays in ihrer überzeitlichen Gültigkeit auch zum Teil Jahre nach ihrem Erscheinen noch mit Gewinn liest, wie er bekennt.
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