Günter Grass

Günter Grass liest 'Die Plebejer proben den Aufstand'

2 CDs
Cover: Günter Grass liest 'Die Plebejer proben den Aufstand'
Steidl Verlag, Göttingen 2011
ISBN 9783869303659
CD, 14,90 EUR

Klappentext

2 CDs, 53 Minuten. Gelesen von Günter Grass. "Es ging in vier Akten um die Macht und die Ohnmacht, um geplante und spontane Revolution, um die Frage, ob Shakespeare sich ändern lasse, um Normerhöhungen und einen zerfetzten roten Lappen, um Worte und Gegenworte, um Hochmütige und Kleinmütige, um Panzer und Steinewerfer, um einen verregneten Arbeiteraufstand, der, kaum war er niedergeschlagen, auf den 17. Juni datiert, zur Volkserhebung verfälscht und zum Feiertag verklärt wurde." - So erinnert sich Günter Grass an die Entstehung seines deutschen Trauerspiels Die Plebejer proben den Aufstand. Zum 50. Jahrestag des Aufstandes am 17. Juni 2003 hat Günter Grass im "Berliner Ensemble" am Schiffbauerdamm, der alten Wirkungsstätte Bertolt Brechts, sein ambitioniertes und umstrittenes Theaterstück gelesen. Ein Kraftakt, denn Grass verleiht im Alleingang jeder Person des Stücks eine Stimme.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.07.2012

Dass die bereits am 17. Juni 2003 von Günter Grass im Berliner Ensemble gehaltene Lesung seines Theaterstücks "Die Plebejer proben den Aufstand" gerade jetzt als Hörbuch erscheint, um den Autor nach der Veröffentlichung seines Israel-Gedichtes wieder in ein besseres Licht zu setzen, kann Rezensentin Sabine Brandt nur mutmaßen. Dessen ungeachtet lauscht sie hier interessiert der Stimme Grass', der in seinem Drama Bertolt Brechts Inszenierung von Shakespeares Stück "Coriolan" bearbeitet. Brecht hatte sich in seiner Bearbeitung des historischen Stoffes um den Patrizier Coriolan, der von den plebejischen Massen aus Rom vertrieben wurde und sich schließlich an seiner Heimatstadt rächte, auf den sozial-revolutionären Aspekt des Stoffes konzentriert. Während der Uraufführung im Jahre 1966 waren Bauarbeiter der Stalinallee ins Berliner Ensemble eingedrungen, um von Brecht eine Solidaritätserklärung zu fordern, berichtet die Rezensentin. In Grass' Bearbeitung dieser Ereignisse stellt sie fest, dass der Autor sowohl Brecht, als auch die Arbeiter kritisch porträtiert.
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