Manfred Wekwerth, geboren 1929, der in Europa weithin bekannte und geschätzte Regisseur und langjährige Intendant von Brechts Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm, der auch fast ein Jahrzehnt lang Präsident der Ostberliner Akademie der Künste war, legt eine Autobiografie vor, die reich an dramatischen Effekten ist. In fünf großen Kapiteln entwirft er ein intellektuelles Panorama der Jahre von 1950 bis 2000, die wesentlich von der politischen Teilung der Welt geprägt waren. Wir treffen neben Bert Brecht und Helene Weigel berühmte Schauspieler und Theaterleute wie Harry Buchwitz, Therese Giehse, Antony Hopkins, Helmut Lohner, Sir Laurence Olivier Giorgio Strehler u.v.a.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.06.2001
Das ist doch mal ein klares Urteil: "Manfred Wekwerth hat mit 'Erinnern ist Leben' ein schlechtes Buch verfasst", findet der Rezensent "tlm." und erklärt dann warum. Es sei in erster Linie eine Abrechnung, eine eitle Selbstbespiegelung, eine ungelenke Beschönigung, dazu "ohne jeden Esprit geschrieben". Da hilft die Bekanntschaft mit den Theaterberühmtheiten der Welt - von Bertolt Brecht bis Laurence Olivier - kein bisschen: Wekwerth gelangt in seinen Anekdoten nicht über das Niveau von "Altherrenwitzen" hinaus, so der Rezensent.
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