Aus dem Italienischen von Renate Heimbucher und Susanne Schoop. Antonio Gramsci (1891-1937) gehörte zu den Begründern der Kommunistischen Partei Italiens und gilt als einer der bedeutendsten marxistischen Denker des 20. Jahrhunderts. Bis zu seiner Verhaftung durch die Faschisten im Jahr 1926 war er Abgeordneter im italienischen Parlament; er verstarb nach zehnjähriger Haft, während der er wertvolle und weitsichtige neue Überlegungen zu Fragen der proletarischen Demokratie, zum Verhältnis von Faschismus und Arbeiterbewegung sowie zur Möglichkeit einer sozialistischen Revolution gegen den entwickelten bürgerlichen Staat verfasste. In seiner packenden und jetzt neu aufgelegten Biografie schildert Giuseppe Fiori das Leben dieses großen Denkers.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.02.2014
Rudolf Walther hält diese erstmals bereits 1979 auf Deutsch publizierte Biografie über den sozialistischen Theoretiker Antonio Gramsci von Guiseppe Fiori noch immer für lesenswert. Wie der Journalist Fiori das kurze, doch bewegte Leben des bescheidenen und gedemütigten Mannes nachzeichnet, findet Walther anrührend, aber von seiner Anlage her unsentimental und präzise. Der Rezensent erfährt unter anderem, wie Gramsci seine emanzipatorische Gesellschaftskritik im Sinne von Marx entwickelte. Vor allem aber zeigt ihm der Autor das Lebensschicksal eines von Mussolini mit aller Härte Verfolgten.
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